Hand in Hand
Aktionen- und Netzwerkprojekt zur Stärkung des sozialen Engagements
Aktuelles
#handinhand Kampagne
Im Kontext unseres Projektes Hand in Hand haben wir gemeinsam mit Demokratiedeckel e.V. eine Kampagne entwickelt, die zivilgesellschaftliches Engagement aus Brandenburg, Sachsen und Thüringen sichtbarer machen soll, und gleichzeitig zu einem Gespräch über Demokratie und unsere Gesellschaft einlädt.
Hand in Hand
Hand in Hand
Was ist das Projekt Hand in Hand?
#HandInHand ist ein Projekt zur Vernetzung und Stärkung zivilgesellschaftlicher Akteur*innen in Brandenburg, Sachsen & Thüringen.
Im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunal- und Landtagswahlen in diesen drei Bundesländern 2024 wollen wir interessierte zivilgesellschaftliche Akteur*innen aller Art – vom Kirchenverband über die Sportvereine bis zur Klimaschutz- und Menschenrechtsorganisation – einladen, sich zusammenzusetzen und gemeinsam Problemlagen zu erarbeiten. Wo liegen für euch Probleme? Wer könnte sich gegenseitig helfen? Aber vor allem: wo und wie können wir unterstützen?
Wir planen zwei Treffen in den jeweiligen Bundesländern, in deren Rahmen sich die Beteiligten kennenlernen und austauschen können. Es soll ein Pool an Ideen und Bedarfen kreiert werden, an dessen Potenzial wir ansetzen können. Es stehen Ressourcen zur Verfügung, die wir gern bedarfsorientiert weitergeben wollen.
Außerdem stellen wir eine interaktive Plattform auf OpenSource Basis zur Verfügung, mit Hilfe der sich alle Interessierten zu unterschiedlichsten (bedarfsgerechten) Themen weiterbilden können. Darüber sollen auch Expert*innen vermittelt werden, die in Form von Workshops oder Beratung tätig werden.
Begleitet werden sollen die gemeinsamen Aktionen mit einer öffentlichen Kampagne, die zeigt, wie überparteiliche gesellschaftliche Vielfalt aussehen kann.
Warum ist das Projekt Hand in Hand wichtig?
Sowohl im Netz als auch im Kontakt auf der Straße sind sozial und politisch Engagierte zunehmend Bedrohungen ausgesetzt. Dass es sich dabei nicht bloß um Einzelfälle handelt, ist gut belegt: In einer Befragung im Frühjahr 2022 gaben knapp die Hälfte der politischen Amtsträger*innen auf kommunaler Ebene an, in den vergangenen sechs Monaten Hass, Hetze oder Gewalt erlebt zu haben. In ostdeutschen Bundesländern ist der Anteil der Betroffenen mit 51 % noch einmal höher (Kommunales Monitoring 2022). Doch auch demokratisch engagierte Menschen ohne ein öffentliches Amt erleben diese Einschüchterungsversuche (“von wegen anders. Jugendpolitik Ost” 2023). Diese Evidenzen weisen auf eine Entwicklung hin, die auch unter dem Konzept “shrinking spaces” diskutiert wird: Die schwindende Möglichkeit, sich in einem sicheren Umfeld sozial oder politisch zu engagieren. Doch unsere Demokratie lebt von einer aktiven Beteiligung und erfordert, dass Menschen sich frei und ohne Ängste darin bewegen können.
Um darauf hinzuwirken, ist es wichtig, Betroffene anzuhören, gesellschaftliche Vorbilder sichtbar zu machen und Geschlossenheit zu demonstrieren. #HandInHand trägt zum Schutz dieser gesellschaftlichen Räume bei und stärkt Menschen in ihrem sozialen und politischen Engagement.
Was wir wollen?
Uns ist bewusst, dass es bereits eine Vielzahl an wundervollen regionalen Netzwerken gibt, die bereits zahlreiche Projekte starten. Wir sehen Hand in Hand als Komplementärangebot.
Unsere Vereinsmission ist es, Zivilgesellschaft und Politik zusammenzubringen. Die nächsten Kommunal- und Landtagswahlen könnten zu einer Zäsur führen, die nicht nur Sachsen, Thüringen und Brandenburg beschäftigen werden. In Gesprächen mit Aktiven vor Ort wird häufig die Ungewissheit ausgedrückt, was ein Wahlkampf vor Ort an negativen Auswirkungen auf marginalisierte Gruppen haben könnte, und zusätzlich, was ein neu zusammengesetzter Landtag für das Weiterbestehen von Initiativen bedeutet.
Die Regionen sind durch strukturelle Eigenheiten geprägt, die zivile Akteur*innen vor Ort am besten kennen und bereits erfolgreich begegnen. Ihre Arbeit ist etabliert und von Relevanz. Unser Ziel ist es, beratend tätig zu sein oder an Stellen zu unterstützen, wo Resilienzen aufgebaut und Unsicherheiten abgebaut werden können. Im Sinne einer Arbeitsgemeinschaft, wollen wir das Projekt nach den Bedarfen der beteiligten Akteur*innen ausrichten.
Wie läuft das Projekt ab?
